AfA News

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News....News....News!

RudA (Rund um die Arbeitnehmerschaft )   Nr.3  -März 2012-

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Kehrtwende in der Solar- Förderung wird den Verlust von vielen Arbeitsplätzen zur Folge haben (siehe focus.de).

Von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verfügen 20 über einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn, hierzu u.a. eine Pressemitteilung der Hans Böckler Stiftung. (siehe Bericht)

Mit den besten Grüßen         Peter Münstermann

­­­­­­­­­­­­­­­­­focus.de

Einschnitte bei Solar-Fördeung

Bundesumweltminister Norbert Röttgen will mit den Kürzungen bei der Förderung für Solaranlagen eine Kostenexplosion verhindern. Die Solar-Branche warnt dagegen vor dem Verlust Zehntausender Arbeitsplätze  mehr...    

Hans Böcklerstiftung

Mehrheit der EU-Staaten erhöht Mindestlöhne - doch starker Druck durch Euro-Krise

Von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verfügen 20 über einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Die Mehrheit unter ihnen hat ihre Lohnuntergrenze kürzlich angehoben. Doch vor allem in den Euro-Krisenstaaten stehen Mindestlöhne unter Druck, zeigt der neue Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Der konjunkturellen Entwicklung in den angeschlagenen Ländern drohen dadurch zusätzliche Risiken.  mehr....     

IG Metall

IG Metall fordert unbefristete Übernahme und Einstiegsqualifizierung

Junge Leute brauchen sichere Arbeitsplätze

Eine super Ausbildung gemacht und spätestens nach einem Jahr wieder draußen? Sch.perspektive! Das erleben aber viele: Bekommen nur befristete Jobs oder als Leiharbeitnehmer, im schlimmsten Fall gar nichts. Das will die IG Metall und ihre Jugend ändern: Sie fordern: Firmen sollen ausgelernte Azubis unbefristet übernehmen. . mehr...

 

RudA (Rund um die Arbeitnehmerschaft )   Nr.2 -Februar 2012-

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute stellen wir u.a. eine interessante Studie vor, darin wird der Wirtschaft in Deutschland vorgehalten, dass sie in hohem Maße die EU-Schuldenkrise mit verursacht hat.

Mit den besten Grüßen         Peter Münstermann

Aus dem Kreis

Die „lange Odyssee“ der Ford-Werke Düren ist  endlich beendet.

Durch einen weiteren Großauftrag ist das Neapco- Werk in Düren gesichert. Mittelfristig ist sogar verstärkt mit Neueinstellungen zu rechnen. Dies ist nicht nur toll für die Kolleginnen und Kollegen von Neapco, sondern auch für die Menschen im Kreis Düren und dessen Umfeld. Z.Z. sind bei Neapco ca. 730 Kolleginnen und Kollegen beschäftigt.

Hier kann man nur gratulieren!!!

Spiegel online: Bericht von Stefan Vetter

In Deutschland wird gut verdient. Woanders aber besser!

Die Arbeitskosten in der Bundesrepublik sind kaum gestiegen. Wirtschaftsexperte beklagt Ungleichgewichte im Euro-Raum.

Berlin. In Deutschland wird immer noch gut verdient. Aber im europäischen Vergleich sieht es weniger rosig aus. Bezogen auf den Dienstleistungsbereich sei man sogar ein „absolutes Niedriglohnland“, sagte der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie (IMK), Gustav Horn, gestern bei der Vorstellung einer Studie über die Entwicklung der Arbeitskosten.

Was sind Arbeitskosten?                                                                                                                                             Die Arbeitskosten sind ein zentraler Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Hauptbestandteil sind die Bruttolöhne der Beschäftigten. Hinzu kommen die Arbeitgeberanteile an den Sozialbeiträgen.

Wie hoch sind die Arbeitskosten? 

Unterm Strich mussten deutsche Arbeitgeber in der privaten Wirtschaft im Vorjahr 29,10 Euro pro Arbeitsstunde aufwenden – nur 0,6 Prozent mehr als 2009. Zum Vergleich: Im Durchschnitt des Euro-Raums nahmen die Arbeitskosten um 1,6 Prozent und im Mittel aller EU-Länder um 1,7 Prozent zu. Höher als in Deutschland sind die Arbeitskosten in den Niederlanden, in Luxemburg, Frankreich, Schweden, Dänemark und Belgien. Dort liegen sie zwischen 30,40 und 38,20 Euro.

Wie sieht es im Dienstleistungssektor aus?                                                                                                                      Im Dienstleistungsbereich entsprechen die deutschen Arbeitskosten mit 26,70 Euro pro Stunde praktisch nur dem Durchschnitt der Euro-Länder (26,50 Euro). Den höchsten Wert weist Dänemark mit knapp 39 Euro auf. In keinem anderen EU-Land ist der Unterschied zwischen den Arbeitskosten in der Industrie und im Dienstleistungssektor mit knapp 19 Prozent so groß wie in Deutschland.

Worin liegen die Gründe dafür?                                                                                                                                     Eine Ursache für das hohe Gefälle sehen die IMK-Experten in der geringen Tarifbindung des Dienstleistungssektors. Die Folge sind Niedriglöhne auf breiter Front. Während insgesamt rund 60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nach einem ordentlichen Tarifvertrag bezahlt werden, sind es im Dienstleistungsgewerbe nur etwa 30 bis 35 Prozent.

Was wird in Deutschland verdient?

Der durchschnittliche Bruttolohn eines Arbeitnehmers lag in den ersten drei Quartalen 2011 bei 2373 Euro im Monat – 76 Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings geht die Lohnschere zwischen Gutverdienern und Niedriglöhnern immer weiter auseinander. Nach einer Erhebung der OECD verdienten die obersten zehn Prozent der deutschen Einkommensbezieher bereits im Jahr 2008 mit durchschnittlich 57 300 Euro rund acht Mal so viel wie die untersten zehn Prozent auf der Einkommensskala. In den 1990er Jahren betrug das Verhältnis noch sechs zu eins.

Welche Schlüsse lassen sich aus der IMK-Studie ziehen?                                                                                          

IMK-Chef Horn: Einerseits hätten die moderaten Arbeitskosten zur Rekordentwicklung der Exporte beigetragen, anderseits aber die Balance von Außenhandel und Binnenkonsum geschwächt und „massive wirtschaftliche Ungleichgewichte im Euro-Raum gefördert“. Diese gelten als wichtige Ursache der Schuldenkrise.

zum IMK Report Nr.68 

 …zum guten Schluss ein Tipp:

- Bewerber sollten sich umfassend über ein Unternehmen informieren, bevor sie zum Vorstellungsgespräch gehen. „Das klingt banal - und trotzdem machen es viele Bewerber falsch“, sagt die Karriereberaterin Svenja Hofert aus Hamburg. So lohnen etwa die Homepage des Unternehmens sowie die Präsentationen der Firma in sozialen Netzwerken einen genauen Blick. Auch die Stellenanzeige sollte noch einmal gründlich analysiert werden. Außerdem kann es hilfreich sein, zum Beispiel Archive von Tageszeitungen nach Artikeln über die Firma zu durchsuchen. „So etwas könnten Bewerber dann auch gut in einem Vorstellungsgespräch einfließen lassen“, so Hofert. Sie könnten etwa sagen: „In dem Interview in der Zeitung XY habe ich über ihr Unternehmen gelesen, dass . . .“

Auszüge von einer Telefonaktion der Dürener Zeitung mit vier Experten zum Thema Weiterbildung mit den Experten Andrea Hilger (Agentur für Arbeit Aachen), Sofia Krahnen (Handwerkskammer Aachen), Margret Wolff (Wirtschaftsförderung des Kreises Düren) und Simon Zabel (Regionalagentur Aachen

 

RudA (Rund um die Arbeitnehmerschaft )   Nr.1 -Januar 2012-  

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir, die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA), werden nun mindestens einmal im Quartal Informationen und Neuigkeiten publizieren.                                                                  Die Informationen werden sich „Rund um die Arbeitnehmerschaft“ bewegen.
    
Aus dem Kreis:

Mit Erleichterung nehmen wir zur Kenntnis, dass min.100 Jobs bei Zanders gerettet sind!

Die Walzmühle AG übernimmt die Papiermaschinen 1, 3 und  4 der M-real Zanders sowie auch die Beschäftigte. Die AG M-real Zanders zieht sich damit komplett vom Standort Düren zurück. Das Unternehmen hat bereits die Papiermaschine 5 an Metsä Tissue verkauft. Metsä Tissue hatte damit verbunden ebenfalls rund 100 Beschäftigte übernommen.

Schwierige Situation für weitere 100 M-real Mitarbeiter.

Für die Mitarbeiter aus dem Autocopy-Bereich gibt es jedoch zunächst keine neue Perspektive. Sie sollen zum Jahresende in eine neu gegründete Transfergesellschaft wechseln und dann 1 Jahr noch 80% ihrer Bezüge erhalten.
Für diese Kolleginnen und Kollegen können wir nur hoffen, dass sie schnellstens wieder Arbeit finden. Denn selbst unter der Prämisse, dass der gesamte Standort zur Disposition gestanden hat und nun erhalten bleibt, nützt das diesen Kollegen nur bedingt, denn sie brauchen jetzt dringend eine neue Arbeitstelle.

DGB-Studie zum Arbeitsmarkt

Geringverdiener auf der Schattenseite


12.01.2012 (IG Metall)Die gute Arbeitsmarktbilanz der Bundesagentur für Arbeit hat auch ihre Schattenseiten: Bundesweit können etwa 560 000 Menschen nicht von ihrer Arbeit leben. Der Staat muss etwa 4 Milliarden Euro für Aufstockungsbeiträge über Hartz IV aufwenden, wie eine DGB-Studie belegt.
Zählt man geringfügig Beschäftigte und Selbstständige hinzu, ist der Anteil der hilfebedürftigen Erwerbstätigen sogar noch größer. Gegenüber 2007 hat sich die Zahl aller erwerbstätigen Hilfeempfänger nämlich um 100 000 auf 1,36 Millionen in 2011 erhöht.

Hartz IV trotz Arbeit


Rund 560 000 Beschäftigte, die einen sozialversicherten Job hatten und Sozialbeiträge bezahlten, konnten 2011 nicht von ihrer Arbeit leben. Das sind bundesweit 2,5 Prozent aller sozialversichert Beschäftigten. Bei Teilzeitjobs mag das noch einleuchten, aber rund 330 000 der betroffenen Arbeitnehmer davon gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach.

Risiko für Leiharbeiter ist am höchsten       

Die Armut trotz Erwerbstätigkeit ist laut der DGB-Studie nicht auf alle Branchen gleich verteilt. Leiharbeiter sind mit dem höchsten Risiko konfrontiert: Von allen Arbeitnehmern mit sozialversichertem Job muss jeder zehnte Leiharbeiter mit Hartz IV aufstocken. Dabei wird häufig eine Vollzeitbeschäftigung ausgeübt. Damit ist das Verarmungsrisiko in keiner anderen Branche so hoch wie in der Leiharbeit.


Hartz IV ist nicht nur Sicherungssystem für Arbeitslose

Hartz IV ist nicht nur ein Sicherungssystem für Erwerbslose. Vielmehr hat sich der Anteil der Haushalte mit Erwerbseinkommen in den letzten Jahren eher erhöht: So stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften mit Erwerbseinkommen von 1,09 Millionen in 2007 auf 1,23 Millionen in 2010 und ihr Anteil an allen hilfebedürftigen Haushalten von 29 Prozent auf 34 Prozent.

Dieser Zuwachs ist allein auf die Haushalte mit sozialversicherter sowie geringfügiger Teilzeit zurückzuführen. Die Zahl vollzeitbeschäftigter Aufstocker hingegen hat sich eher verringert. Das führt der DGB auf die Einführung von Mindestlöhnen, Verbesserungen beim vorgelagerten Kinderzuschlag und nominelle Entgelterhöhungen zurück.
Die gesamte Studie ist als PDF ebenfalls auf unsere Webseite herunterzuladen!

 …zum guten Schluss ein Tipp:

I ch will Fördermittel für eine Weiterbildungsmaßnahme in Anspruch nehmen:

Was muss ich beachten?

Ganz wichtig: Die Finanzierung sollte geklärt sein, bevor man die Weiterbildung festzurrt. Informationen darüber, wer welche Maßnahmen in welchem Umfang unterstützt, gibt es bei den Beratungsstellen in der Region. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Bildungsscheck des Landes, mit dem Weiterbildungsmaßnahmen zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert werden
Auszüge von einer Telefonaktion der Dürener Zeitung mit vier Experten zum Thema Weiterbildung mit den Experten Andrea Hilger (Agentur für Arbeit Aachen), Sofia Krahnen (Handwerkskammer Aachen), Margret Wolff (Wirtschaftsförderung des Kreises Düren) und Simon Zabel (Regionalagentur Aachen)